Warum Boswellia Sacra aus Oman viel frischer, zitrischer und harziger duften kann, als viele erwarten
„Weihrauch? Das riecht doch nach Kirche.“
Diesen Satz hören wir ziemlich oft. Und natürlich kommt diese Verbindung nicht von ungefähr. Viele Menschen kennen Weihrauch vor allem aus Kirchen: viel Rauch, ein schwerer Duft, dunkel und sehr präsent.
Wer dann zum ersten Mal an unserem Boswellia Sacra aus Oman riecht, ist häufig überrascht. Denn Weihrauch kann ganz anders riechen.
Boswellia Sacra hat für uns etwas sehr Klares. Das Harz duftet frisch, harzig und balsamisch, dazu kommen leicht zitrische, grüne und manchmal fast pinienartige Noten. Viel heller also, als das Bild, das viele beim Wort Weihrauch im Kopf haben.
Wie riecht Boswellia Sacra?
Einen Duft in Worte zu fassen, ist immer schwierig. Wenn wir Boswellia Sacra beschreiben müssten, wären es vor allem diese Noten:
harzig, frisch, balsamisch, leicht zitrisch, grün und etwas pinienartig.
Dabei riecht auch nicht jedes Stück Harz vollkommen gleich. Weihrauch ist ein Naturprodukt. Herkunft, Ernte, Qualität und die Zusammensetzung des Harzes können beeinflussen, welche Duftnoten stärker hervortreten. Daher wundert es nicht, das manche Erntezeitpunkte und Jahränge besonders hervorherben.
Gerade die unglaubliche Vielfalt mögen wir daran. Manche Harzstücke wirken fast spritzig und frisch. Andere sind wärmer, weicher und deutlich balsamischer.
Boswellia Sacra selbst kennenlernen
THE INCENSE enthält reines Boswellia-Sacra-Harz aus Oman. So lässt sich der Rohstoff genau in der Form erleben, über die wir hier sprechen.
Woher kommen die frischen und pinienartigen Noten?
Im Weihrauchharz steckt eine Vielzahl aromatischer Verbindungen. Ein Teil davon gehört zur flüchtigen Duftfraktion des Harzes.
Bei Untersuchungen von omanischem Boswellia Sacra wurde beispielsweise Alpha-Pinen als wichtiger Bestandteil des ätherischen Öls gefunden. Alpha-Pinen kommt auch in vielen Nadelbäumen vor und trägt zu einem frischen, harzigen und leicht pinienartigen Dufteindruck bei.
Daneben können weitere Stoffe wie Limonen vorkommen, das eher mit zitrischen Duftnoten verbunden wird.
Boswellia Sacra riecht deshalb natürlich nicht einfach nach Kiefer und Zitrone. Sein Duft entsteht aus dem Zusammenspiel vieler verschiedener Bestandteile. Aber genau diese Zusammensetzung erklärt, warum Weihrauch auch überraschend frisch und klar wirken kann.
Weihrauch ist nicht gleich Weihrauch
Auch das wird schnell vergessen: Es gibt verschiedene Boswellia-Arten.
Weihrauchharz wird in mehreren Regionen der Welt geerntet, und die verschiedenen Arten unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und damit auch im Duft.
Für Weihrauchkraft verwenden wir Boswellia Sacra aus Oman. Dieses Harz ist für uns besonders spannend, weil es diese frische, klare Seite des Weihrauchs so schön zeigt.
Und wahrscheinlich ist genau das der Punkt, an dem viele zum ersten Mal merken: Der Weihrauchgeruch, den sie bisher abgespeichert hatten, ist nur eine mögliche Seite dieses Harzes.
Warum Weihrauch trotzdem manchmal ganz anders riecht
Dazu kommt noch etwas: Selbst derselbe Weihrauch kann unterschiedlich riechen, je nachdem, wie wir ihm begegnen.
Am rohen Harz zu riechen ist etwas anderes, als es zu verräuchern. Ein ätherisches Weihrauchöl riecht wiederum anders als das Harz selbst. Und auch in einem Pflegeprodukt verändert sich der Duft noch einmal.
Das liegt an der Verarbeitung und daran, welche Bestandteile des Harzes dabei überhaupt wahrnehmbar werden.
Das Thema ist so spannend, dass wir ihm einen eigenen Artikel widmen werden. Denn die Frage „Wie riecht Weihrauch?“ lässt sich eigentlich erst beantworten, wenn man auch fragt: In welcher Form?
Warum wir Boswellia Sacra mit Orange oder Tanne kombinieren
In einigen unserer Weihrauchkraft-Produkte verbinden wir den Weihrauchduft mit anderen natürlichen Duftnoten.
Orange greift die frischere, leicht zitrische Seite des Boswellia Sacra auf. Tanne passt zu seiner grünen und harzigen Seite.
Dabei geht es uns nicht darum, den Weihrauch zu überdecken. Im Gegenteil. Die Kombinationen sollen bestimmte Facetten hervorholen, die ohnehin schon in seinem Duftprofil angelegt sind.
So kann Weihrauch plötzlich sehr modern wirken.
Klar statt schwer. Frisch statt dunkel.
Also doch kein Kirchenweihrauch?
Doch. Natürlich kann Weihrauch auch genau diesen intensiven, rauchigen Duft entwickeln, den viele aus Kirchen kennen. Das ist schließlich eine seiner traditionsreichsten Anwendungen.
Aber es ist eben nicht der einzige Weihrauchduft.
Wer Boswellia Sacra einmal als reines Harz in der Hand hält und daran riecht, entdeckt oft etwas völlig anderes als erwartet.
Harzig. Frisch. Balsamisch. Leicht zitrisch. Ein wenig pinienartig.
Vielleicht muss man Weihrauch deshalb gar nicht neu erfinden.
Man muss nur noch einmal neu daran riechen.
Quellen
Al-Saidi S. et al. (2012): Composition and antibacterial activity of the essential oils of four commercial grades of Omani Luban, the oleo-gum resin of Boswellia sacra Flueck.
Hussain H. et al.: Wissenschaftliche Übersicht zu Boswellia-Arten, ihrer Zusammensetzung und den Bestandteilen ätherischer Weihrauchöle.


